KS-QUADRO ETRONIC

Das System

KS-QUADRO ETRONIC steht für eine horizontale und vertikale Verteilung von Energie- und Kommunikationsleitungen innerhalb der Wand. Sie ist jederzeit schnell und sauber erweiter- oder änderbar.

Horizontale Leitungsverlegung

 

Ein wandbündiger Sockelkanal sorgt für die geschützte und unauffällige Verteilung waagerecht verlaufender Kabel. Zwei Kammern trennen Stromleitungen für Steckdosen oder Lichtschalter/-auslässe von Kommunikationsleitungen, Fernseh- und Antennenkabel oder Niedervolt- Kleinspannungsnetzen für intelligente Gebäudetechnik. So lassen sich spannungsbedingte Störungen ausschließen.

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Vertikale Leitungsverlegung

Die Leitungsverlegung in KS-QUADRO E Wänden erfolgt in den senkrechten Installationskanälen, die über die gesamte Wandhöhe reichen. Diese sind in der Mittelachse der Wände angeordnet. Im unverputzten Rohbauzustand lassen sich die Bohrungen in die Installationskanäle links oder rechts neben einer sichtbaren Stoßfuge der KS-QUADRO E leicht einmessen. In diese Kanäle können Leerrohre sowie Leitungen und Kabel direkt eingezogen werden.

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Es wird empfohlen, das System KS-QUADRO ETRONIC vorläufig nur für Bauvorhaben der Gebäudeklasse 1 (freistehende Gebäude mit einer Höhe <7m und <2 Nutzungseinheiten von insgesamt <=400m²) zu verwenden.

Es steht ein ein kostenloses Berechnungsprogramm für den Nachweis des KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteins zur Verfügung: MODULSTATIK ETRONIC.
Das Programm ist eine Hilfestellung beim statischen Nachweis der KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteine.
 

Vorteile

Flexible Elektroinstallation

Freiheit bei Planung und Ausführung bis zur Fertigstellung

Mit KS-QUADRO ETRONIC bleibt die Gestaltungsfreiheit auch nach dem Einzug komplett erhalten. Die finale Anordnung von Elektroanschlüssen kann nach Wunsch erst im Ausbau festgelegt werden. Möbel und Geräte können so nach Bedarf und Wunsch positioniert werden, nicht nach bereits vorhanden Steckdosen und Stromleitungen.

Flexibilität auch bei Nachinstallationen in der Zukunft

Notwendige Nachinstallationen aufgrund von Nutzungsänderungen erfolgen lediglich über den Sockelstein und den ETRONIC Kanal. Ein Öffnen bzw. Schlitzen der Wand ist nicht notwendig.

Effiziente Ausführung

Der Entfall von Säge- und Schlitzarbeiten liefert nicht nur einen Zeitgewinn in der Verarbeitung sondern auch eine körperliche Entlastung. Gleichzeitig wird das Schuttaufkommen minimiert und die Effizienz durch optimierte Abläufe gesteigert.

Werterhalt und Wertsteigerung

KS-QUADRO ETRONIC schafft sowohl einen Werterhalt des Objekts durch unversehrtes Mauerwerk als auch eine Wertsteigerung durch freie Anpassbarkeit der Elektroinstallationen an die Objektnutzung.

Systembestandteile

Das KS-QUADRO ETRONIC System enthält:

  • KS-QUADRO E Steine mit Regel- und Passelementen. Mit den durchgehenden, senkrechten Löchern in der Steinmitte sind sie Kernstück der vertikalen Leitungsführung.
  • Ergänzungsprodukte wie Kimmsteine und Stürze. KS Kimmsteine bilden die unterste Schicht der KS-QUADRO ETRONIC Wand und dienen dem Ausgleich von Wandhöhen.
  • Systemzubehör, bestehend hauptsächlich aus Versetzgerät, Versetzzange, Mörtelschlitten, Dünnbettmörtel, Anker und Rollgerüst.
  • KS-QUADRO ETRONIC Sockelstein: Er trägt die KS-QUADRO ETRONIC Kanalleiste. Hier kommen letztendlich horizontale und vertikale Leitungsverteilung zusammen.
    Es steht ein ein kostenloses Berechnungsprogramm für den Nachweis des KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteins zur Verfügung: MODULSTATIK ETRONIC. Das Programm ist eine Hilfestellung beim statischen Nachweis der KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteine.
  • Horizontal wandintegrierter ETRONIC Kanal auf Bodenhöhe: Hier erfolgt die waagerechte Verteilung der Elektroleitungen am Fußpunkt der Wand. Er besteht aus dem wandintegrierten Unterteil und dem abnehmbaren Oberteil. Auf dieses wird die Sockelleiste für den Fußboden aufgeklebt. Die rückseitigen Öffnungen des Unterteils führen in die vertikalen Lochkanäle der KS-QUADRO E Wand.
  • Planungs-Software zum kostenreduzierten Bauen mit KS-QUADRO und KS-QUADRO E
Verarbeitung

So entsteht eine KS-QUADRO ETRONIC Wand

KS-QUADRO ETRONIC ist das System für eine nachhaltige und flexible Elektroinstallation. Basis dieser Funktionswände sind KS-QUADRO E Steine und der KS-QUADRO ETRONIC-Installationskanal.

Der Wandaufbau beginnt mit dem Anlegen der Kimmschicht. Sie dient dem Höhenausgleich der Wand. Die Kimmsteine werden in Normalmauermörtel der Mörtelgruppe III versetzt und planeben ausgerichtet. Die Ausgleichsschicht muss vor dem Weitermauern ausreichend erhärtet sein.

Die nächsten Mauerschichten werden in Dünnbettmörtel gesetzt. Der Dünnbettmörtel wird mit dem Mörtelschlitten aufgetragen, die Frischmörtelauftragsdicke muss ca. 4 – 5 mm betragen.

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Anlegen der Kimmschicht.

Die nächste Schicht ist das Kernstück einer KS-QUADRO ETRONIC-Funktionswand. KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteine werden im Regelfall von der Wandöffnung zum Eckpunkt im Halbverband verlegt und in Längs- und Querrichtung ausgerichtet.

Auf der Sockelsteinschicht werden nun Reihen mit KS-QUADRO E entsprechend der geplanten Wandhöhe aufgemauert. Eine Lochabdeckung im mittleren Bereich des Mörtelschlittens gewährleistet offene Installationskanäle. Durch das Einsetzen der mitgelieferten Zentrierbolzen werden durchgehende Installationskanäle sichergestellt. Die Fugendicke im fertigen Mauerwerk soll 2 mm betragen, was  einer Frischmörtelauftragsdicke von ca. 4 – 5 mm entspricht.

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Dünnbettmörtel wird ausgezogen.

Systemkomponenten wie Stürze und Ergänzungssteine runden den schnellen Baufortschritt ab.

Auf den Dünnbettmörtel werden die ETRONIC Kimmsteine gesetzt. Anschließend werden die Reihen mit KS-QUADRO E entsprechend der geplanten Wandhöhe aufgemauert.


Installation des KS-QUADRO ETRONIC Sockelkanals

Mörtelreste werden mit Hilfe eines Mörtelentferners beseitigt. Eine ungehinderte Leitungsdurchführung sichert das Durchstoßen der vertikalen Wandkanäle.

Abzweiger, z.B. im  Bereich von Türöffnungen, werden ausgemessen und angezeichnet. Die Aussparung für den Abzweiger wird zunächst mit einer Schlitzfräse an beiden Seiten geschlitzt. Bemaßung für den Abzweiger wird 12,5 cm von der Öffnung entfernt gesetzt. Die Schlitzlinie 1 ist 15 cm und die Schlitzlinie 2 ist 31 cm von der Öffnung entfernt. Anschließend wird das innenliegende Mauerwerk ausgestemmt.

Anschlüsse für Steckdosen und Lichtschalter werden mit dem Dosensenker gebohrt. Der Bohrkern wird einfach mit einem Schraubendreher herausgebrochen. Die im 12,5 cm Abstand verlaufenden vertikalen Kanäle müssen hierbei nicht mittig getroffen werden. Die Installation kann auf beiden Wandseiten erfolgen.

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Bei Wohnungstrennwänden ist eine wanddurchführende Installation zu vermeiden. Für die KS-QUADRO ETRONIC Installation eignen sich Trockenwanddosen.

Das Einfädeln der Kabel wird von oben durch die Wand nach unten zum Wandfuß geführt. Für eine schnelle und unkomplizierte Durchführung wird der Kabelanfang umgebogen.

Im nächsten Schritt wird der Abzweiger im Abstand von 12,5 cm zur Wandöffnung eingesetzt. Dazu empfiehlt sich ein Gasschußgerät mit Zubehör. Das Anbringen des Abzweigers erfolgt an vier Punkten.

Einsetzen des KS-QUADRO ETRONIC Kabelkanals

Vor dem Einsetzen des Kanals werden die Leitungen eingefädelt. Ist der Kanal eingesetzt, werden die Kabel durchgeschlauft. Anschließend wird der Deckel des Abzweigers entfernt. Um einen bündigen Kanalverlauf zu erzeugen, wird der Deckel des angrenzenden Kanals anstelle des Abzweigerdeckels eingesetzt. Dieser verbindet den Abzweiger mit dem folgenden Kanal. Der Abzweigerdeckel wird am Ende des Kanals wieder aufgebracht. Nach dem Fixieren des Kanals mit Hilfe der Deckel erfolgt das Befestigen an den Anschußpunkten. Mit Hilfe des Endstücks wird das Kanalende verschlossen. Im Anschluß werden Leerrohre zur Energieverteilung in den Abzweiger eingeführt und bodenseitig fixiert.

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Verputzen

Nach dem Einsetzen des Kanals wird die Eckschutzleiste in der gleichen Flucht wie der Kanaldeckel angesetzt. Das Verputzen erfolgt oberhalb und unterhalb des Kanaldeckels. Das Endstück des Kanals wird ebenfalls verputzt. Steckdosen und Lichtschalter können nun wie üblich installiert werden.

Zu Beginn der Bodenverlegungsarbeiten ist die Wand verputzt. Der Randdämmstreifen wird nach der Verlegung des Bodenbelags direkt vor dem Anbringen der Sockelleisten abgeschnitten, damit eine optimale Körper- und Trittschalldämmung sichergestellt wird.

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KS-QUADRO ETRONIC - Der Film für Planer

FAQ

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Sie stellen Fragen, wir antworten:

Frage 1: Für welche Bauwerke hinsichtlich Brandschutz lässt sich KS-QUADRO ETRONIC einsetzen?
Die aktuellen Brandschutzuntersuchungen laufen noch. Deswegen ist KS-QUADRO ETRONIC dort einzusetzen, wo max. F30 gefordert wird. Grundsätzlich kann man bei Häusern mit max. zwei Wohneinheiten davon ausgehen. Die regionalen Landesbauordnungen sind jedoch zu beachten. Dort sind die Brandschutzanforderungen geregelt.


Frage 2:  Mit welchen Zusatzkosten ist in einem Einfamilienhaus bei KS-QUADRO ETRONIC zu rechnen?
Die Erfahrung der ersten Referenzbauwerke hat folgende Kalkulationsannahmen gezeigt:
Wird ein Einfamilienhaus komplett installiert, rechnet man ca. 110 lfm. Die Kosten pro lfm können mit netto EUR 20,00 bis max. 25,00 EUR / lfm angesetzt werden (für den Verabreiter).


Frage 3: Frage an den Bauherren: Wieviel sind Sie bereit, für diese flexible Installation, die Ihnen in der Zukunft deutliche Kosten spart, auszugeben?
Die meisten Bauherren antworten auf diese Frage des KS-Verkaufsberaters:  "… zwischen 3.000,00 - 3.500,00 EUR ist mir das wert !"


Frage 4: Woher bekomme ich den KS-QUADRO ETRONIC Sockelstein geliefert?
Von Ihrem liefernden KS-Werk.


Frage 5: Was muss der Tragwerksplaner beim Einsatz des KS-QUADRO ETRONIC Sockelsteines berücksichtigen?
KS-QUADRO bietet auf der Internetseite www.ks-quadro.de ein Statik-Modul für die Berechnung von Innen- und Aussenwänden auf der Nachweisbasis DIN 1053-100 an. Dieser kann online verwendet werden. Zukünftig ist vorgesehen, auch einen Statik-Modul auf Basis EC 6 anzubieten.